

Nicht nur im Jahr der Gesundheitsforschung widmen sich Jenaer Wissenschaftler der seltenen...
Wir freuen uns, dass Sie uns gefunden haben, und hoffen Ihnen mit unserem Informationsangebot, weiter helfen zu können.
Aus eigener Erfahrung wissen wir nur zu gut, welcher teilweise leidvoller und langer Weg es ist, mit dem „Alport Syndrom“ konfrontiert zu werden.
Sich das erste mal in seinem Leben mit dem "Alport Syndrom" und den möglichen Konsequenzen auseinander setzen zu müssen, ist insbesondere für uns als Eltern, als auch für uns als Erwachsene, nicht einfach und oft genug schicksalhaft.
Trotzdem, nach ein paar Tagen oder auch Wochen der Besinnung und Verarbeitung, ...das Leben geht weiter und endet nicht mit der Diagnose Alport Syndrom.
Im Gegenteil, es gibt auch positives, Sie haben uns gefunden, Sie sind nicht alleine, es gibt noch viele andere, die das gleiche Schicksal haben.
Vor allem, es gibt auch Hoffnung, Hilfe und positive Aussichten.
Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wir haben alle das gleiche Schicksal, die gleichen Probleme und Erfahrungen.
Die Selbsthilfegruppe hat sich auf der Gründungssitzung am 12.02.2005 in Köln gegründet. Wir befinden uns zur Zeit im Aufbau und sind seit dem 12.07.2005 im Vereinsregister als gemeinnütziger Verein eingetragen.
Gründungsmitglieder sind sowohl Familien betroffener Kinder, als auch Ärzten und Personen, die mit der Krankheit in Verbindung stehen. Die Selbsthilfegruppe steht in engem Kontakt mit den Ärzten der Kinderklinik der Uni Köln.
Viele von uns haben auf dem Weg bis zur gesicherten Diagnose des Alport-Syndroms eine lange Reihe von quälenden Diagnosestellungen, Krankenhausaufenthalten und Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen. Bei entsprechender Kenntnis der Symptome, sowohl bei den Betroffenen und deren Familien, als auch bei den behandelten Ärzten, könnten einige Untersuchungen zum Teil oder ganz vermieden werden.
Gerade bei Kindern hinterlassen häufige Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte oft bleibende negative Auswirkungen auf die weitere Entwicklung und das soziale Verhalten.
Auf Grund der Seltenheit der Erkrankung und dadurch, dass die Symptome des Alport-Syndroms nicht immer in vollem Umfang vorliegen, gibt es auch nur sehr wenige Ärzte, die von der Erkrankung mehr als nur einmal gehört und wirkliche Erfahrung damit haben.
Somit ist es trotz intensiver Diagnostik oft nur ein Zufall, wenn ein behandelnder Arzt die einzelnen Symptome des Alport-Syndroms kennt, diese in Verbindung mit der Krankheit bringt und die richtigen Untersuchungen zur gesicherten Diagnose des Alport-Syndroms einleitet.
Neben der Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs zwischen den Mitgliedern ist es eine vordringliche Aufgabe der Selbsthilfegruppe durch gezielte Verbreitung von Infomationen über die Krankheit gerade solchen Kindern und Personen zu helfen, bei denen nur einzelne Symptom des Alport-Syndroms vorliegen und bei denen noch keine gesicherte Diagnose vohanden ist.
Dies sind vor allem Kinderärzte, Nephrologen, sowie Hals-, Nasen- und Ohrenärzte, die oft erste Anlaufstellen für Kinder und Patienten mit Sehstörungen, Schwerhörigkeit und auffälligem Urin sind und somit frühzeitig die Möglichkeit besteht das Alport-Syndrom in Betracht zu ziehen und eventuell weitere gezielte diagnostische Maßnahmen einzuleiten.
Zur Zeit hat die Alport Selbsthilfegruppe ca. 150 Mitgliederfamilien aus dem gesmaten Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz.
